Gesundheitswoche 2012:

Depression hat viele Gesichter

Fachdiskussionsrunde im ver.di Bildungs- und Tagungszentrum Walsrode
Walsrode - Als Helga Friehe-Rüdebusch erzählte, wie viele Menschen in Folge von Depressionen Suizid begehen, wurde es schlagartig still.

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„Vier Millionen Menschen leiden allein in Deutschland an Depressionen. Davon begehen jährlich eine Millionen Selbstmord“, erklärte die Psychologin aus Bremen gestern Abend im Wintergarten des ver.di Bildungs- und Tagungszentrum Walsrode bei der Diskussionsrunde zum Thema „Psychische Belastung am Arbeitsplatz/ durch Arbeit“. Heike Werner, vom Gender ver.di, Helga Friehe-Rüdebusch und Markus Blessing, Betriebsrat vom DRK, beantworteten die Fragen aus dem Plenum.

Depression kann behandelt werden

Helga Friehe-Rüdebusch erzählte vom Pilotprojekt „Bündnisbildung“ In diesem Projekt geht es darum das Depression viele Gesichter hat und es jeden treffen kann, die Krankheit aber auch behandelbar ist. „Außerdem geben 40 Prozent der Frührentner psychische Belastungen als Grund an.“ Sie erklärte auch, dass es wichtig sei, zu sehen, dass Depressionen keine „Einbildungen“ sind, sondern eine häufige und oft lebensbedrohliche Erkrankung ist. Sie erzählte auch dass sie mit ihrem Projekt bereits viel Öffentlichkeitsarbeit geleistet hat, die sich auch positiv ausgewirkt habe. Nur Lehrer haben sie leider nicht so gut erreicht, erzählt sie. Aber die Zusammenarbeit von Ärzten und Psychologen sei besser geworden. Heike Werner von erzählte von den Projekten Gender/Stress und Gender & Gesundheit, mit denen ver.di in mehreren Betrieben wie etwa im Textilkaufhaus waren, und dort die Stresssituationen die, durch Geschlechterrollen entstanden sind und entstehen, analysiert haben. Markus Blessing erklärte wie man am Arbeitsplatz Stress verhindern kann und warum er überhaupt entsteht. Außerdem erklärte er, mit welchen Maßnahmen man an die Aufklärung auf den Arbeitsstellen gehen kann.